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22.01.2018

Additive Manufacturing

3D-Druck in der MKW

Der 3D-Druck ist eine innovative Technologie, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat und wir auch in der Zukunft immer relevanter werden. Die additive Fertigung eignet sich geradezu ideal für die Herstellung von Ersatzteilen, Prototypen oder kleineren Modellen. Es gibt unterschiedliche Verfahren, die unterschiedliche Materialien und Materialformen verwenden.

Beim selektiven Lasersintern (SLS) oder dem selektiven Laserschmelzen (SLM) wird pulverförmiges Material verwendet, welches sich in einem Behälter befindet und mittels Laser gesintert bzw. geschmolzen wird Dadurch entsteht das gewünschte Werkstück oder Modell. Nach dem Aushärten der geschmolzenen Schicht senkt sich der Drucktisch ein wenig ab und eine neue Schicht der Pulvers wird aufgetragen. Dann wiederholt sich Vorgang bis zur Fertigstellung. Es sind keine Stützkonstruktionen nötig, da das Pulverbett genügend halt bietet. Somit ist nur eine kleine Nacharbeit nötig, um das überschüssige Pulver zu entfernen.

Eine weitere Methode ist die Schmelzschichtung. Das wohl bekannteste Verfahren der Schmelzschichtung ist das Fused Deposition Modeling (FDM). Dieser Begriff ist eine geschützte Marke der Firma Stratasys. Synonym hierfür wird es auch Fused Filament Fabrication (FFF) genannt. Dieses Verfahren lässt sich mit der Verwendung einer Heißklebepistole vergleichen. Der Druckkopf ist beheizbar und schmilzt das zugeführte Material, welches als Filament zugeführt wird. Der Extruder bewegt sich computergesteuert über die Druckplattform und druckt schichtweise die gewünschte Form. Je feiner die einzelnen Schichten gedruckt werden können, umso besser ist die Auflösung des fertigen Modells. Um mit dieser Methode auch Überstände oder Hohlräume drucken zu können, wird meistens ein weiterer Düsenkopf benötigt, um Stützen aus beispielweise wasserlöslichem Material zu drucken. Diese können nach Abschluss des Druckvorgangs dann ausgespült werden.

In der MKW haben wir die Möglichkeit, mit unserem eigenen 3D-Drucker Prototypen oder kleiner Halterungen und Abdeckungen zu fertigen. Unser Drucker arbeitet mit dem Schmelzschichtungsverfahren und besitzt ein Bauraummaß von 203x203x305 mm. Dabei verwenden wir als Material ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer) welches z.B. auch für Legosteine verwendet wird. Standardmäßig drucken wir Ihre Modelle in schwarz, dunkelgrau und elfenbein. Auf Wunsch sind auch andere Farben wie Orange, Weiß, Rot, Olivgrün, Gelb, Blau möglich. Diese haben wir allerdings nicht vorrätig. Schichtweise besteht die Möglichkeit, auch mehrfarbige 3D-Modelle zu erstellen. Wir bieten die Möglichkeit, Ihre Aufträge in zwei unterschiedlichen Auflösungen zu drucken. Die Schichtdicke in der Einstellung fein beträgt dabei 0,1778 mm pro Schicht, bei der Einstellung grob sind es 0,2540 mm. Der Druckkopf enthält zwei Düsen, die jeweils das Modell bzw. das Stützmaterial drucken. Nach dem Aushärten des Modells wird das Stützmaterial in einem speziellen Bad bei 70°C ausgewaschen und so entfernt.